Heiko Seibels Marktbericht für Januar 2012
Veröffentlicht am 03.02.2012
Die ersten Tage des neuen Jahres sind vorbei und die „Diesmal-Ist-Alles-Anders-Gesänge“ werden – der EU-Schuldenkrise sei Dank – immer lauter. Der Nebel zieht wieder auf und wann immer die Sicht verschwommen und unklar wird, lohnt sich der Blick in die Glaskugel. Zwar wiederholt sich die Zukunft nicht exakt nach der Blaupause der Vergangenheit, zumindest aber reimt sie sich.
Zuerst einmal: Ich wünsche Ihnen ein glückliches, erfolgreiches und vor allem ein gesundes Jahr 2012!
Schauen wir zunächst auf die jährliche Veränderungsrate der US-Aktienmärkte als prognostisches Tool. So lag der Schlusskurs des S&P500 im Jahr 2010 bei 1257,60 Punkten, 2011 notieren wir 1257,64. Wann immer die Veränderungsrate bei praktisch Null lag, gab es im Folgejahr eine große Handelsspanne, sprich Volatilität zu verzeichnen. Zumindest in den letzten 60 Jahren. Ergo, sollten wir uns schon einmal auf ein schwankungsfreudiges Jahr 2012 gefasst machen. Aber Schwankungsbreite ist das eine, die Richtung des Marktes das andere.
Zwar besagt die Statistik, dass es im US-Präsidentenwahljahr ab Herbst traditionell nach oben geht, allerdings sieht die Börse es ungern, wenn der Präsident im Amt Probleme hat. „If the president is in trouble, the market is!“ Derzeit scheint die Wiederwahl Obamas zumindest nicht gesichert zu sein. Insofern gibt dieser Indikator nur vage Hinweise.
Dann hätten wir noch den Januar als saisonalen Früh(warn)indikator. Die Regel lautet: „wie der Januar, so das Jahr!“ Zwar ist der Januar noch nicht vorbei, aber auch die ersten fünf Handelstage des Monats lassen die ersten Rückschlüsse auf den groben Verlauf 2012 zu. Verlaufen diese positiv, stehen die Börsenampeln auf Grün. Der S&P 500, der größte Aktienmarkt der Welt, hat immerhin 36 der letzten 39 Jahre im positiven Terrain beendet, wenn die Aktienmärkte in den ersten fünf Handelstagen positiv performt haben. Und in der Tat konnte der S&P 500 in den ersten fünf Handelstagen im neuen Jahr um 1,8% anziehen. Ein gutes Omen!
Blicken wir dann noch auf das aktuell sehr pessimistische Stimmungsbild der Investoren, scheint das Überraschungspotenzial für 2012 eher auf der Ober- als auf der Unterseite zu liegen. Somit wird auch in diesem Jahr wieder gelten, dass diesmal eben doch nicht alles anders ist – wahrscheinlich.
Zuerst einmal: Ich wünsche Ihnen ein glückliches, erfolgreiches und vor allem ein gesundes Jahr 2012!
Schauen wir zunächst auf die jährliche Veränderungsrate der US-Aktienmärkte als prognostisches Tool. So lag der Schlusskurs des S&P500 im Jahr 2010 bei 1257,60 Punkten, 2011 notieren wir 1257,64. Wann immer die Veränderungsrate bei praktisch Null lag, gab es im Folgejahr eine große Handelsspanne, sprich Volatilität zu verzeichnen. Zumindest in den letzten 60 Jahren. Ergo, sollten wir uns schon einmal auf ein schwankungsfreudiges Jahr 2012 gefasst machen. Aber Schwankungsbreite ist das eine, die Richtung des Marktes das andere.
Zwar besagt die Statistik, dass es im US-Präsidentenwahljahr ab Herbst traditionell nach oben geht, allerdings sieht die Börse es ungern, wenn der Präsident im Amt Probleme hat. „If the president is in trouble, the market is!“ Derzeit scheint die Wiederwahl Obamas zumindest nicht gesichert zu sein. Insofern gibt dieser Indikator nur vage Hinweise.
Dann hätten wir noch den Januar als saisonalen Früh(warn)indikator. Die Regel lautet: „wie der Januar, so das Jahr!“ Zwar ist der Januar noch nicht vorbei, aber auch die ersten fünf Handelstage des Monats lassen die ersten Rückschlüsse auf den groben Verlauf 2012 zu. Verlaufen diese positiv, stehen die Börsenampeln auf Grün. Der S&P 500, der größte Aktienmarkt der Welt, hat immerhin 36 der letzten 39 Jahre im positiven Terrain beendet, wenn die Aktienmärkte in den ersten fünf Handelstagen positiv performt haben. Und in der Tat konnte der S&P 500 in den ersten fünf Handelstagen im neuen Jahr um 1,8% anziehen. Ein gutes Omen!
Blicken wir dann noch auf das aktuell sehr pessimistische Stimmungsbild der Investoren, scheint das Überraschungspotenzial für 2012 eher auf der Ober- als auf der Unterseite zu liegen. Somit wird auch in diesem Jahr wieder gelten, dass diesmal eben doch nicht alles anders ist – wahrscheinlich.
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